CDU fordert vollständige Aufklärung beim zentralen Catering

31.08.2026
Pressemitteilung

Die CDU-Ratsfraktion Neumünster fordert eine vollständige und sachliche Aufarbeitung des Auftrags „Zentrales Catering“ im Offenen Ganztag. Das Rechnungsprüfungsamt wird um Prüfung gebeten, ob die tatsächlich erbrachten Leistungen mit den Beschlüssen der Ratsversammlung und dem ausgeschriebenen Leistungskatalog übereinstimmen – und welche zusätzlichen Kosten der Stadt inzwischen entstehen.

„Die Stadt muss jetzt auf den Tisch legen, was bestellt, was geliefert und was zusätzlich bezahlt wird. Hier geht es nicht um ein paar Einzelreklamationen, sondern um die Frage, ob die Stadt für das bekommt, was sie bestellt und bezahlt“, erklärt Arne Rüstemeier, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion. „Wenn aus Schulen und Kindertageseinrichtungen Rückmeldungen kommen, dass vereinbarte Leistungen möglicherweise nicht ausreichend erbracht werden, muss die Verwaltung dem unverzüglich nachgehen.“

Besonders kritisch sieht die CDU die offenbar zusätzlich entstehenden Kosten für Ausgabe und Entsorgung. „Wir brauchen eine belastbare Gesamtrechnung: Was war ursprünglich beschlossen und ausgeschrieben? Was wird tatsächlich geleistet? Was kostet das die Stadt inzwischen zusätzlich? Und stehen Leistung und Kosten noch in einem angemessenen Verhältnis?“, so Rüstemeier.

Die CDU-Ratsfraktion will deshalb Transparenz statt weiterer Diskussionen auf Grundlage von Einzelmeldungen. „Die Ratsversammlung hat Anspruch auf eine klare Antwort. Es kann nicht sein, dass möglicherweise zusätzliche Kosten entstehen, während gleichzeitig Zweifel an der vereinbarten Leistungserbringung bestehen“, sagt Rüstemeier.

Die CDU erhofft sich vom Rechnungsprüfungsamt eine strukturierte Gegenüberstellung von Beschlusslage, Ausschreibung, tatsächlicher Leistung und tatsächlichen Kosten. Erst auf dieser Grundlage könne die Ratsversammlung beurteilen, ob beim zentralen Catering alles vertragsgemäß und wirtschaftlich laufe. Einen entsprechenden Antrag werde die Fraktion in die nächste Ratsversammlung am 29. September einbringen.

„Wir wollen keine Vorverurteilung des Auftragnehmers und keine politische Empörung um ihrer selbst willen. Aber wir wollen wissen, was Sache ist. Wenn die Stadt mehr bezahlt, muss sie auch nachvollziehbar mehr bekommen – und zwar genau das, was die Ratsversammlung beschlossen hat.“